Roboter in Hauptrolle

Ein zweiarmiger, kollaborativer Roboter der Firma ABB macht Karriere als Schauspieler. Erstmalig in Europa führt das Kammertheater aus Frickenhausen ein Stück auf, in welchem neben den beiden Schauspielern ein Roboter eine Rolle übernimmt.

Sie sind sich einig, dass viele von der Theaterfabrik 4.0 profitieren. Foto: Gewerbeschule Foto: Schwarzwälder-Bote

Sie sind sich einig, dass viele von der Theaterfabrik 4.0 profitieren. Foto: Gewerbeschule Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Schwenningen. Im Sommer 2018 wird dieses Stück nun in Villingen-Schwenningen zu sehen sein. Neben der Lernfabrik 4.0 entsteht dann an der Gewerbeschule VS eine Theaterfabrik 4.0, in der sowohl für Schulen als auch für die Öffentlichkeit das Stück „Der Sandmann 4.0“ mehrmals gespielt wird.

Parallel dazu findet vom 25. Juni bis zum 20. Juli ein Theaterprojekt mit Schülern der Gewerbeschule VS statt, das von den Schauspielern professionell unterstützt wird. VS darf auf eine kreative Erstaufführung dieser Theatergruppe gespannt sein. Um dieses Event vorzubereiten, lud Schulleiter Siegfried Kärcher eine innovative Gruppe an den Schulstandort Schwenningen ein. Jens Swadzba, Vorsitzender des Theaters am Turm, begrüßte die Initiative und sieht darin „einen guten Impuls für die Theater der Stadt“. Christiane Rapp vom Amt für Kultur sagte zu, dass die Abteilung Theater und Konzerte die Theaterfabrik 4.0 unterstützen werde. Lisa Nitzsche, Lehrerin an der GSVS, freut sich darauf, interessierte Schüler bei dem Projekt zu unterstützen. Markus Singler vom Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft wird sich an die Firmen wenden, welche Industrie 4.0 umsetzen wollen, und um Unterstützung für die Theaterfabrik 4.0 werben.

Stefan Hänlein von der Theaterspinnerei Frickenhausen wird dafür sorgen, dass der Roboter gut Theater spielt, und Armin Frank sieht in der Theaterfabrik 4.0 eine ideale Möglichkeit, die gesellschaftlichen Veränderungen, die durch die Digitalisierung entstehen, zu vermitteln.

 Der Leiter der Theaterspinnerei Frickenhausen, Jens Nüssle, verweist darauf, dass die 200 Jahre alte Kurzgeschichte „Der Sandmann“ von E.T.A Hoffmann heute aktueller ist als je zuvor Anja Rudolf, Vertreterin der Volkshochschule und der Städtischen Galerie, wird als Expertin die Projektideen beurteilen. Schulleiter Siegfried Kärcher glaubt, dass zu digitaler Bildung auch die Auseinandersetzung mit Theater 4.0 gehört. Stefan Müller von der Firma Sick-Stegmann, ist überzeugt davon, dass auch Betriebe daran interessiert sind.
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