Klosterringschule meistert die schwierige Lage nach Brand

Viele Klassenräume sind nicht zu benutzen, Sanierung nach Brand soll an Ostern beendet sein. Schulgemeinschaft rückt eng zusammen.

Martina Grimm (links), an der Klosterringschule zuständig für den Ganztagesbereich und Rektorin Ursula Kühn besichtigen den alten Gewölbekeller, der in eine moderne Küche umgewandelt wird. <em>Bilder: Claudia <sup></sup>Hoffmann</em>Martina Grimm (links), an der Klosterringschule zuständig für den Ganztagesbereich und Rektorin Ursula Kühn besichtigen den alten Gewölbekeller, der in eine moderne Küche umgewandelt wird. Bilder: Claudia Hoffmann

„Das Gute an der Sache: Die Schulgemeinschaft hat gezeigt, was sie leisten kann und alle sind ganz eng zusammengerückt und helfen sich, wo es nur geht“, erklärt Rektorin Ursula Kühn. Der Brand vor mehr als drei Monaten im Papierlager der Klosterringschule hat einen Schaden von mehr als 100 000 Euro verursacht: Der Rauch zog durch einen Kamineffekt durch viele Räume des Gebäudes, die jetzt aufwändig saniert werden müssen. Auch Bücher und Spielmaterialen mussten entsorgt werden, da sie durch den Ruß stark in Mitleidenschaft gezogen waren. Parkettböden werden Stück für Stück herausgelöst und auf mögliche Belastungen untersucht. Viele Klassenzimmer und vor allem der gerade erst eingerichtete, provisorische Ganztagesbereich sind gesperrt und dürfen nicht betreten werden.

Die Verkleidungen im Treppenhaus werden entfernt und erneuert.
Die Verkleidungen im Treppenhaus werden entfernt und erneuert.

So ist die ganze Schule zusammengerückt, mit Trennwänden wurden Räume geteilt und bieten jetzt Platz für zwei Klassen, Ursula Kühn und ihr Kollege Joachim Westendorf von der Sprachheilschule residieren in kleinen „Besenkammern“, da auch die Rektorate betroffen sind. Aber Ursula Kühn ist sich sicher: „Wir werden wie Phönix aus der Asche auferstehen.“ Sie freut sich, wenn wahrscheinlich an Ostern die Rauchschäden beseitigt sind und alle wieder ausreichend Platz haben.

Martina Grimm, die für den Ganztagesbereich zuständig ist, der erst seit diesem Schuljahr eingerichtet worden ist, hat mit viel Improvisationstalent die Betreuungsbereiche ausgelagert, nutzt jeden verfügbaren Raum. In keinster Weise betroffen vom Brand und den Rauchschäden ist der Trakt, in dem früher die Stadtharmonie ihre Proberäume hatte: Hier laufen die Umbauarbeiten für den Ganztagesbereich weiter. „Da entsteht Großartiges“, so Ursula Kühn. Da sich dieser Bereich in einem separaten Gebäudetrakt befindet, könne man künftig die Bereich Lernen und Freizeit abgrenzen.

Auch in der Küche, die im alten Gewölbekeller untergebracht wird, sind große Fortschritte erzielt worden: Der Boden wurde um zwei Meter angehoben und die Wände sind verputzt. Der jetzt als Ausgabeküche genutzte Raum wird dann ausschließlich als Mensa zur Verfügung stehen. Mit Beginn des neuen Schuljahres will sich die Klosterringschule rundum erneuert und ausgebaut präsentieren.

Gesperrt: Mit Holzwänden ist ein Trakt der Klosterringschule abgetrennt.
Gesperrt: Mit Holzwänden ist ein Trakt der Klosterringschule abgetrennt.

Der Brand

Das Feuer im Keller der Klosterringschule in der Nacht vom 25. Oktober auf den 26. Oktober 2017 wurde nach den Ermittlungen der Kriminalpolizei vorsätzlich gelegt. Im Kellergeschoss hat der Täter Kartonagen und Vorhänge in Brand gesetzt.

Quelle: Südkurier, 25.01.2018

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