„Wege zum Abitur“

Informationsveranstaltung für Schüler und Eltern
Die Informationsveranstaltung „Wege zum Abitur“
findet am 21. November um 19:30 Uhr im
Landratsamtes – großen Sitzungssaal
Am Hoptbühl 2 in Villingen-Schwenningen statt.

Nach dem Mittleren Bildungsabschluss stehen Jugendlichen mit dem
Wechsel auf ein berufliches Gymnasium, eine Wirtschaftsschule oder ein
Aufbaugymnasium verschiedene Möglichkeiten offen, die allgemeine
Hochschulreife zu erreichen.
Der Gesamtelternbeirat der Stadt Villingen-Schwenningen lädt auch in
diesem Jahr wieder zu einem Informationsabend ein, bei dem die
Geschäftsführende Schulleiterin der beruflichen Schulen den Schülern
und Eltern zunächst einen Überblick über die verschiedenen
Möglichkeiten verschafft. Im Anschluss referieren die Abteilungsleiter
von Wirtschaftsgymnasium, Beruflichen Gymnasium und Berufskolleg
Pflege, Technischem Gymnasium und der David-Würth-Schule sowie
der Schulleiter der St. Ursula Schulen und der Abteilungsleiter der
beruflichen Zinsendorfgymnasien.
Des Weiteren steht zudem die Geschäftsführende Schulleiterin der
allgemeinbildenden Gymnasien für Fragen zur Verfügung.
Eine Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht erforderlich.

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Lehrermangel: Schulen müssen sich gegenseitig aushelfen

Sophia Schwörer und Alexander Fallert von der Südstadtschule tragen Schulbücher in die Klassenräume. Im neuen Schuljahr ist das Kollegium teilweise verkleinert: Drei Lehrer müssen einen Tag pro Woche an der Schwenninger Neckarschule aushelfen. | Bild: Göbel, Nathalie

Wenn am Mittwoch, 11. September, das neue Schuljahr beginnt, fehlen an Grundschulen im Schulamtsbezirk Donaueschingen 45 Lehrer. Die Villinger Südstadtschule beispielsweise muss drei Pädagogen für einen Tag pro Woche an die Schwenninger Neckarschule abgeben. Zugleich freut man sich an der Südstadtschule auf den Erweiterungsbau, der im Herbst in Betrieb genommen wird.

Quelle: von Nathalie Göbel Südkurier 11.09.2019

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Polizei kontrolliert verstärkt vor Schulen

Augen auf im Straßenverkehr heißt es für die Schulanfänger und für die restlichen Verkehrsteilnehmer. Foto: Hirschberger

Zum Schulstart am 11. September oder ein paar Tage später, beginnt für viele Erstklässler der Ernst des Lebens. Der Schulbeginn ist ein neuer Lebensabschnitt für die Kleinen – viele von ihnen werden sich erstmals selbstständig im Straßenverkehr bewegen. Die Polizei bittet um besondere Rücksichtnahme.

Die Kinder sind besonderen Risiken ausgesetzt: Ihr Hauptaugenmerk gilt nicht dem Verkehr und den damit verbundenen Gefahren, sondern vielmehr anderen Eindrücken. Andere Verkehrsteilnehmer müssen daher umso vorsichtiger sein, um Unfälle zu verhindern, erklärt die Polizei. Alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere die Erwachsenen – stehen in der Pflicht, nicht verkehrsgerechtes Verhalten der Schüler zu kompensieren. Man kann nicht darauf vertrauen, dass sich Sechs- und Siebenjährige richtig verhalten.

Als Eltern von Schulanfängern müsse man bedenken, dass sich Kinder zum Schulanfang erst auf Verkehrswege und Situationen einstellen müssen. Wichtig sei es zudem als Mutter oder Vater, dem Nachwuchs auf kindgerechte Weise ein Verständnis für schwierige Übergangssituationen und mögliche Gefahrenpunkte auf dem Weg zur Schule zu erläutern. Die Polizei rät zudem, den Weg zur Schule mehrmals mit dem Kind zu gehen, so schaffe man Selbstvertrauen und Sicherheit. Hilfreich kann sein, die Rollen zu tauschen. Dabei sollte das Kind die bereits verfestigten Entscheidungen zur Gefahrenbewältigung selbst treffen.

„Die Welt der Kinder ist gerade im Straßenverkehr eine andere, als die der verkehrserfahrenen Erwachsenen“, betonen die Beamten in der Mitteilung. Man müsse den Kindern die Chance geben, entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Auf dem Schulweg laufe zudem nicht immer alles nach Plan. Baustellen, eine gesperrte Unterführung oder eine ausgefallene Fußgängerampel können den Schulweg merklich verlängern. Kinder sollen grundsätzlich auf dem Bürgersteig gehen beziehungsweise auf Wegen, die für Fußgänger ausgewiesen sind. Hier sollen Kinder immer innen gehen, nie zum Straßenrand hin. Straßen sollen nur an übersichtlichen Stellen – an Ampeln, Mittelinseln oder Zebrastreifen – überquert werden. Bei dem Weg in die Schule sollten Kinder nicht in Zeitnot geraten, denn unter Zeitdruck passieren Fehler und darüber hinaus raten die Beamten, keinen Fahrdienste mit dem Auto zu machen. Sofern es möglich sei, sollten die Kinder immer zu Fuß zur Schule gehen. Dies habe zudem die Nebenwirkung, dass frische Luft und Bewegung am Morgen munter machen. Hinzu komme, dass die Kolonnen der so genannten Eltern-Taxis immer wieder zu gefährlichen Situationen und zu Chaos vor dem Schulgelände führen. „Sollten Sie Ihr Kind dennoch fahren müssen oder wollen, dann parken Sie möglichst ein Stück abseits des Schulgeländes und lassen Sie Ihr Kind zumindest das letzte Stück zum Schultor alleine laufen.“

Kinder sollten helle Kleidung tragen

Hinweise gibt es auf die bevorstehende, dunkle Jahreszeit. Die Empfehlung: Kinder sollten immer helle und reflektierende Kleidung tragen. Doch nicht nur Kinder, auch erwachsene Verkehrsteilnehmer stehen zum Schuljahresbeginn im Blickpunkt. Natürlich sollten die Erfahrenen immer Kindern ein Vorbild sein. Vor allem an Fußgängerüberwegen oder Fußgängerampeln, aber auch beim Heranfahren an einen Zebrastreifen gilt es besondere Achtsamkeit zu wahren. Die Polizei wird den Schulwegen während der kommenden Wochen erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr kündigt das Polizeipräsidium Tuttlingen verstärkte Kontrollen an und fordert Fahrzeugführer zu einem besonders umsichtigen und rücksichtsvollen Fahrverhalten auf. Fehlverhalten werde konsequent geahndet.

Die Polizei führt Geschwindigkeitskontrollen an Stellen mit erhöhten Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche, sowie im Bereich der Schulwege durch. Verstöße gegen Park- oder Haltverbote sowie die Nutzung von Mobiltelefonen im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen werden ebenfalls intensiv verfolgt. Außerdem wird die technische Sicherheit der von Schülern genutzten Verkehrsmittel – Schulbusse aber auch Fahrräder – überwacht. Unter dem Motto „Gurte retten Leben“ überwacht die Polizei zudem die Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht. Für Kinder, die älter als zwölf Jahre oder größer als 150 Zentimeter sind, ist diese Versicherung der Sicherheitsgurt.

Von Schwarzwälder Bote 10.09.201

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Der Brandschutz als eine der größten Baustellen

Tino Berthold ist Vorsitzender des Gesamtelternbeirats. Foto: Huber Foto: Schwarzwälder Bote

Tino Berthold weiß ganz genau, was er will, wenn das neue Schuljahr an diesem Mittwoch beginnt: Viele und detaillierte Infos zu einigen heißen Themen, die der Gesamtelternbeirat (GEB) der Stadt VS noch immer nicht ad acta legen kann, allen voran der Brandschutz.

Sie stehen an der Spitze des GEB in Villingen-Schwenningen: Sie machen weiter?

Klar, wenn ich wieder gewählt werde. Die Arbeit macht ja auch Freude. Ich bin zudem seit sieben Jahren Elternbeiratsvorsitzender des Deutenberg-Schulverbunds.

Ihr Vorgänger und späterer Stellvertreter, Michael Grieshaber, hat einiges angestoßen, aber auch einige Altlasten überlassen?

In der Tat, für den Gesamtelternbeirat sind noch einige offene Baustellen zu schließen.

Welche haben absolute Priorität?

Die Sanierung der Schulen muss weiter voran getrieben werden. Da hapert es noch. Zudem ist der Brandschutz ein Dauerbrenner für uns. Es geht ja dabei um das Thema Sicherheit für Kinder und Lehrer.

Sie warten immer noch auf Informationen seitens der Stadt?

Ja, was noch fehlt ist eine detaillierte Offenlegung über die Brandverhütungsschauen und damit die Antwort auf unsere Frage, was bisher in welcher Schule gemacht wurde und was nicht. Wir können ja schlecht selbst zur Feuerwehr gehen und fragen, was in punkto Brandschutz bisher alles an den doppelstädtischen Schulen erledigt wurde oder noch zu tun ist.

Klappt es in Bezug auf die Kommunikation mit der Stadt jetzt besser?

Durchaus. Durch die Quartalsgespräche mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die wir nach eher durchwachsenen Zeiten eingeführt haben, sind wir auf einem guten Weg: Was die Verständigung anbelangt.

Mit der Schülerbeförderung klappt es auch nicht so ganz?

Zu Beginn des neuen Schuljahres wollen wir der Frage nachgehen, ob wirklich alle Kinder an den Haltestellen auch mitgenommen werden: Das wird eines der größeren Themen werden.

Wenn Sie an die Entwicklung am Deutenberg denken, was liegt Ihnen als Elternbeiratsvorsitzender besonders am Herzen?

Wir hoffen, dass die Sanierung des Gebäudekomplexes zügig vorangeht. Unser Wunsch ist es, dass lediglich eine Schülergeneration ausgelagert wird, das heißt für den Verbund, Schüler von der Klasse fünf bis zehn. Oder anders ausgedrückt, die Sanierungszeit sollte nicht länger als fünf Jahre dauern.

Spielt der Lehrermangel auch in Ihre Arbeit mit hinein?

Ein ebenso zentrales Thema. Wichtig ist, dass wir ausreichend Lehrkräfte haben und es nicht allzuoft zu Unterrichtsausfällen kommt, wie das teilweise der Fall war.

Das Ganztageskonzept liegt Ihnen auch am Herzen?

Ja. Die Arbeitsstelle der Eltern kann nicht ausschlaggebend dafür sein, welche Schulform zu wählen ist. Zudem möchten wir auch ein Mittagessen und AGs für alle Schüler.   Die Fragen stellte Eva-Maria Huber

Quelle: Von Eva-Maria Huber Schwarzwälder Bote 11.09.2019

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Zum Schulstart gute Lehrerversorgung an der Karl-Brachat-Realschule

744 Schüler gehen ins neue Schuljahr. Karl-Brachat-Realschule mit neuem Rektor. Fast alle Pflichtstunden besetzt.

Der Schulhof der Karl-Brachat-Realschule in Villingen.| Bild: Stadler, Eberhard

Mit 744 Schülern startet die Karl-Brachat-Realschule heute ins neue Schuljahr. Die Schülerzahl ist gegenüber dem Vorjahr somit insgesamt leicht gestiegen, teilt die Schule mit. Die Zahl der Klassen blieb konstant (27), wobei in der 5. Klassenstufe Zwei neue Klassen gebildet wurden.

 

 

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Keine Ferien in den Schulen

Während die Schüler der doppelstädtischen Bildungseinrichtungen noch ihre Ferien genießen, wird kräftig in den Schulen gearbeitet. Vielerorts stehen Sanierungs- oder Erweiterungsmaßnahmen an.

Foto: Eich Foto: Schwarzwälder Bote

In 14 Schulen in Villingen-Schwenningen sind derzeit Hand­werker tätig. Doch was steht dort an? Wir haben die Übersicht.

Schwenningen

Insgesamt 18 Ganztagsschulen soll im Laufe diesen Jahres im Land noch an den Start gehen, darunter auch die Friedensschule in Schwenningen. Dort finden momentan entsprechende Umbauten statt, zudem stehen Brandschutzmaßnahmen auf dem Plan. Die Gesamtkosten belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf knapp drei Millionen Euro.

In der Hirschbergschule wird derzeit die Aufnahme der AWO-Kita geplant. Im Zuge dessen wird ein WC-Container realisiert, auch eine neue Küchenzeile ist notwendig. Der Hort der Arbeiterwohlfahrt kommt laut Stadt aber lediglich für maximal zwei Jahre im Erdgeschoss des Gebäudes unter.

Der Umbau des ehemaligen Feuerwehr-Gerätehauses als Erweiterung der Gartenschule befindet sich derweil auf der Zielgeraden. Zum Beginn des neuen Schuljahres sollen die Restarbeiten im Inneren sowie die Gestaltung der Außenanlage abgeschlossen und der Umzug vollzogen sein.

Noch in der Vorbereitung befindet sich die Verwaltung derweil mit der geplanten Generalsanierung beziehungsweise dem möglicherweise realisierten Neubau für den Schulverbund am Deutenberg. Hier werden voraussichtlich Kosten in Höhe von 30 Millionen Euro fällig.

In direkter Nachbarschaft – beim Gymnasium am Deutenberg – läuft weiterhin die durch Kostensteigerungen in Verruf geratene Sanierung des Hauptgebäudes. Die Fertigstellung und der Umzug sind mittlerweile auf Herbst verlegt. Derzeit finden weitere Arbeiten am Innenausbau, aber ebenso an der Außenanlage statt. Die Gesamtkosten liegen (bislang) bei über 31 Millionen Euro.

Villingen

In Villingen stehen zahlreiche zum Teil eher kleinere Maßnahmen an. So sollen in der Bickebergschule die Neueinrichtung von Fachräumen bis zum Ende der Sommerferien fertiggestellt sein. Gleiches gilt für die Realisierung des Ganztagesbereichs in der Klosterringschule. Die Umsetzung eines Renovierungsanstrichs sowie die Installation neuer Leuchten in zwei Klassenzimmern steht derweil in der Warenbergschule an. Über sanierte WC-Räume dürfen sich bei der Rückkehr von den Ferien außerdem die Schüler der Bertholdschule freuen. Die in die Jahre gekommenen Physik-Fachräume des Gymnasiums am Romäusring werden derzeit ebenso in Angriff genommen. Die Neueinrichtung kostet hier rund 210 000 Euro.

Das langwierige Thema der Brandschutzmaßnahmen ist in der Karl-Brachat-Realschule weiterhin aktuell. Diese werden nach Auskunft der Stadtverwaltung momentan im Haus 3 und 4 realisiert. In den Häusern 1 und 2 wurden diese bereits getätigt.

In der Südstadtschule stehen gleich zwei Maßnahmen an. Ebenfalls zum Start des neuen Schuljahres soll der einstöckige Erweiterungsbau mit vier Klassenzimmer inklusive Nebenräumen zur Verfügung stehen. Der Clou: Das gesamte Gebäude ist statisch und gebäudetechnisch für eine mögliche Aufstockung um ein weiteres Geschoss ausgelegt. Im Bestandsgebäude finden zudem Umbauarbeiten zur Erweiterung des Ganztagesbetriebes statt.

Ortsteile

Auch in den Ortsteilen der Doppelstadt sind die Handwerker in den Schulen aktiv. In der Schule in Weigheim werden in Kombination mit Brandschutzmaßnahmen die Elektroinstallationen saniert. Im Haushalt sind dafür knapp 250 000 Euro vorgemerkt.

Der Brandschutz spielt auch bei den derzeitigen Arbeiten in der Obereschacher Schule eine Rolle. Dort wird darüber hinaus die Decke im Gymnastikraum erneuert.

Quelle: Von Marc Eich 31.08.2019 Schwarzwälder Bote

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Gesamtelternbeirat: Ein heißes Eisen wandert weiter

Michael Grieshaber reicht sein Amt als Gesamtelternbeiratsvorsitzender jetzt weiter. Archiv-Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Michael Grieshaber hat bald wieder mehr Zeit: Das engagierte wie streitbare Vorstandsmitglied des Gesamtelternbeirates (GEB) VS scheidet aus. Was er seinem Nachfolger an der Spitze, Tino Berthold, hinterlässt: Neben einer durchwachsenen Bilanz auch das weiterhin heiße Eisen Brandschutz.

Grieshabers Zeit als zunächst Vorsitzender und nun stellvertretender Vorsitzender des Gesamtelternbeirates VS und Elternbeiratsvorsitzender an der Karl-Brachat-Realschule in Villingen ist aus ganz einfachem Grund abgelaufen: Die Schulzeit seiner beiden Kinder ist beendet. Und damit auch seine Zeit als Elternvertreter. Mit gemischten Gefühlen gibt er ab. Nicht alle Themen, die das GEB-Vorstandsmitglied in seiner Amtszeit ab 2013 auf die Liste nahm, konnten abgehakt werden. „Wir haben zwar viel bewegen können, aber es liegt auch noch einiges im Argen.“

Realschulen im Blick

Erfreulich ist für Grieshaber, der bis zu den nächsten Elternbeiratswahlen im Herbst noch im Amt ist: Die Mitsprache bei wichtigen Themen wie der regionalen Schulentwicklung sei besser geworden. Zudem die Kommunikation mit der Stadt durch regelmäßige Gespräche (einmal pro Quartal).

„Doch es geht nicht nur darum, Stellungnahmen abgeben zu dürfen, unsere Kritik, unsere Anregungen sollten sich auch in den Planungen widerspiegeln.“ Jüngstes kritikwürdiges Beispiel: die Hirschbergschule, die in der Friedensschule aufging. An der Friedensschule fällt dafür der Werkrealschulzug weg, der in den nächsten fünf Jahren auslaufen wird. Ein Schritt in die falsche Richtung, kritisiert Grieshaber. Mit Blick auf die völlig überlastete Karl-Brachat-Realschule und den baulichen Ausfall des Schulverbundes am Deutenberg, der in Container ziehen muss, fordert der GEB-Vize einen Ausbau der Sekundarstufe I für das Oberzentrum. Der Mangel beispielsweise an Realschulplätzen würde auch von anderen Stellen beklagt.

Noch ausbaufähig ist für Grieshaber das Schadstoff-Kataster für die Schulen der Stadt. Welche Giftstoffe in welchen Gebäuden stecken: Die Antworten auf diese Fragen dürften auch weiterhin interessant sein. Zwar sei auf Antrag des GEB vor vielen Jahren eine To-Do-Liste entstanden, aber nicht weitergeführt worden. Aktuell werden nur noch Schadstoffe geprüft, wenn „man was hört“, so Grieshaber. „Da ist man auf halbem Wege stecken geblieben.“

Brandschutz ein Thema

Das Kataster-Thema steht ganz oben auf der Liste. Ebenso ein Top-Thema ist das neue Konzept für den Ganztagsschulbereich. Grieshaber sieht eine Ungleichbehandlung: Ob Kinder ganztags oder halbtags (also Regelschule) zur Schule gehen, Mittagstisch wählen oder auch nicht, dies sollte nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. Alles andere als zufriedenstellend ist für ihn ein Punkt, an dem er sich viele Monate lang die Zähne ausgebissen hat: Brandschutz und Brandverhütungsschauen. Noch immer fehle ihm eine detaillierte Offenlegung, die von der Stadt vor geraumer Zeit zugesagt worden sei. „Wir möchten ganz genau wissen, was an welcher Schule gemacht wurde.“ Ein wahrer Lichtblick dagegen ist für ihn die Summe der Mittel, die die Stadt für Sanierungsmaßnahmen in den Schulhäusern zur Verfügung stellt, aktuell: „So viele Millionen wie jetzt gab es noch nie.“

Nachfolger Tino Berthold

Ob ihm ab spätestens November etwas fehlen wird: Ja und Nein. Sicher sei der Zeitaufwand für das Amt nicht unerheblich gewesen, aber „wenn man sich engagiert, kann man ja auch etwas erreichen. Das war eine Bereicherung“, so der scheidende GEB-Vize, dessen Nachfolge Tino Berthold angetreten hat.

Quelle: Von Eva-Maria Huber 26.08.2019 Schwarzwälder Bote

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„Es fällt mir nicht leicht, zu gehen“

Ein tolles Bild bietet sich beim einstudierten Schüler-Flashmob in der Deutenberghalle. Foto: Schwarzwälder Bote

Es war zwar nicht die offizielle Verabschiedung von Manfred Koschek in den Ruhestand, aber dafür eine herzliche und emotionale interne Feier: Schüler und Lehrer des Gymnasiums am Deutenberg überraschten ihren Schulleiter am letzten Schultag mit zahlreichen Höhepunkten.

Am Ende war Rektor Manfred Koschek nur noch sprachlos und zu Tränen gerührt. „Irgendwie haut es mich alles um, der Abschied heute ist besonders heftig“, sagte er bei der Feier im Neubau als Antwort auf die zahlreichen Dankesreden, Einlagen, Geschenke und Überraschungen, die er am Freitag erfahren durfte.

Rund viereinhalb Stunden zurück: In der Turnhalle entlässt Manfred Koschek die Schüler nicht nur wie gewohnt in die Ferien, nein, er muss sich diesmal ganz von ihnen verabschieden. „Sie hatten immer das Wohl aller im Blick, ohne den Einzelnen zu vergessen“, hebt Leonhard Kunze von der Schülermitverantwortung (SMV) hervor. Als Dank für sein Engagement als „hervorragender Schulleiter“ bekommt dieser ein Bild mit GaD-Logo aus den Köpfen aller Schüler.

Doch das ist nicht alles, was sich die SMV für den Abschied ausgedacht hat: Zu einem Medley aus aktuellen, passenden Songs, unter anderem Mark Fosters „Au revoir“, rühren die Schüler ihren Chef das erste Mal zu Tränen – oder sind selber gerührt, als sie sich teils persönlich von ihm verabschieden.

Luftballons mit Wünschen fliegen

Draußen im Stadion geht’s weiter mit dem Überraschungsreigen: Jeder Schüler nimmt seinen vorgegebenen Platz ein und lässt Luftballons, an denen er Postkarten mit Wünschen für den Rektor befestigt hat, steigen. Dieser schüttelt nur noch den Kopf.

Nach der offiziellen Dienstbesprechung mit Verabschiedung anderer Lehrkräfte im GaD-Neubau hat dann das Lehrerkollegium das Sagen: Mehr als zwei Stunden lang gibt es Dankes- und Lobesworte zu hören. Abteilungsleiterin Christiane King beleuchtet mit einer Bilderschau Koscheks Wirken in seinen unterschiedlichen Funktionen, der bereits zu Beginn seiner 40-jährigen Amtszeit Schulfeste und Schullandheimaufenthalte organisiert habe. Schaue man sich die äußere und innere Entwicklung des GaD an, sähe man, wie „arbeitswütig“ Koschek gewesen sei. „Suche den Chef, finde den Menschen“, fasst King treffend zusammen.

Koscheks Stellvertreter, Michael Schütz, hebt seine Motivation, mit der er auch andere anstecken konnte, hervor. Er habe viele Anstöße für Neuerungen geben können, ganz frisch für den Medienentwicklungsplan, der an das Gymnasium kommen soll. Der ehemalige Stellvertreter Hanno Groh, der mit mehreren anderen ehemaligen Lehrern sich die Verabschiedung nicht entgehen lassen wollte, reimt in Goethe- und Schiller-Manier eine „Ode an den Schulleiter“ und präsentiert ihm anschließend ein Erste-Hilfe-Paket für Pensionäre. Eine Einladung zum monatlichen Treffen der Ehemaligen gibt’s natürlich obendrauf.

Als Geschenk gibt’s einen Roadtrip-Gutschein

Martin Stroh vom Personalrat des GaD lobt die offene Kommunikation und die transparente Zusammenarbeit. Koschek habe die Weichen für die Zukunft der Schule im neuen Gebäude gestellt. „Hastig, teils gehetzt durch die Aufgabenfülle hatte er trotzdem ein offenes Ohr“, fügt Stroh hinzu. Personalrat und Kollegium schenken ihrem ehemaligen Chef einen Roadtrip mit einem Land Cruiser.

Musikeinlagen der Band um Alexander Ungelenk – beim Song „Stand by me“ darf Manfred Koschek seinem Jugendhobby frönen und selber einige Gitarrenriffs spielen –, und Lieder des ins Leben gerufenen Kollegiumschores setzen weitere Höhepunkte zwischen die Reden.

Manfred Koscheks Rede ist gespickt mit Begriffen wie Toleranz, Respekt und Vertrauen, die er in seinen 13 Jahren am GaD zu spüren bekommen habe. „Es fällt mir nicht leicht, zu gehen“, gibt er zu. Er blickt zurück: Beim Brand im Jahr 2015, kurz vor dem Schuljubiläum, das daraufhin verschoben werden musste, oder bei Unglücksfällen mit Schülern und Lehrern, habe er „bleischwere“ Tage erlebt. Doch zumeist habe es, trotz der vielen Arbeit, „federleichte“ Tage gegeben.

„Sie alle haben dafür gesorgt, dass ich stolz auf unsere Schule bin“, richtet Manfred Koschek seinen Dank an die vielen Gäste, die sich mit stehenden Ovationen von ihm verabschieden. Zumindest vorerst: Am 24. Oktober erfolgt die offizielle Verabschiedung der Stadt VS und des Regierungspräsidiums Freiburg.

Quelle: Von Mareike Kratt 27.07.2019

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