„Es fällt mir nicht leicht, zu gehen“

Ein tolles Bild bietet sich beim einstudierten Schüler-Flashmob in der Deutenberghalle. Foto: Schwarzwälder Bote

Es war zwar nicht die offizielle Verabschiedung von Manfred Koschek in den Ruhestand, aber dafür eine herzliche und emotionale interne Feier: Schüler und Lehrer des Gymnasiums am Deutenberg überraschten ihren Schulleiter am letzten Schultag mit zahlreichen Höhepunkten.

Am Ende war Rektor Manfred Koschek nur noch sprachlos und zu Tränen gerührt. „Irgendwie haut es mich alles um, der Abschied heute ist besonders heftig“, sagte er bei der Feier im Neubau als Antwort auf die zahlreichen Dankesreden, Einlagen, Geschenke und Überraschungen, die er am Freitag erfahren durfte.

Rund viereinhalb Stunden zurück: In der Turnhalle entlässt Manfred Koschek die Schüler nicht nur wie gewohnt in die Ferien, nein, er muss sich diesmal ganz von ihnen verabschieden. „Sie hatten immer das Wohl aller im Blick, ohne den Einzelnen zu vergessen“, hebt Leonhard Kunze von der Schülermitverantwortung (SMV) hervor. Als Dank für sein Engagement als „hervorragender Schulleiter“ bekommt dieser ein Bild mit GaD-Logo aus den Köpfen aller Schüler.

Doch das ist nicht alles, was sich die SMV für den Abschied ausgedacht hat: Zu einem Medley aus aktuellen, passenden Songs, unter anderem Mark Fosters „Au revoir“, rühren die Schüler ihren Chef das erste Mal zu Tränen – oder sind selber gerührt, als sie sich teils persönlich von ihm verabschieden.

Luftballons mit Wünschen fliegen

Draußen im Stadion geht’s weiter mit dem Überraschungsreigen: Jeder Schüler nimmt seinen vorgegebenen Platz ein und lässt Luftballons, an denen er Postkarten mit Wünschen für den Rektor befestigt hat, steigen. Dieser schüttelt nur noch den Kopf.

Nach der offiziellen Dienstbesprechung mit Verabschiedung anderer Lehrkräfte im GaD-Neubau hat dann das Lehrerkollegium das Sagen: Mehr als zwei Stunden lang gibt es Dankes- und Lobesworte zu hören. Abteilungsleiterin Christiane King beleuchtet mit einer Bilderschau Koscheks Wirken in seinen unterschiedlichen Funktionen, der bereits zu Beginn seiner 40-jährigen Amtszeit Schulfeste und Schullandheimaufenthalte organisiert habe. Schaue man sich die äußere und innere Entwicklung des GaD an, sähe man, wie „arbeitswütig“ Koschek gewesen sei. „Suche den Chef, finde den Menschen“, fasst King treffend zusammen.

Koscheks Stellvertreter, Michael Schütz, hebt seine Motivation, mit der er auch andere anstecken konnte, hervor. Er habe viele Anstöße für Neuerungen geben können, ganz frisch für den Medienentwicklungsplan, der an das Gymnasium kommen soll. Der ehemalige Stellvertreter Hanno Groh, der mit mehreren anderen ehemaligen Lehrern sich die Verabschiedung nicht entgehen lassen wollte, reimt in Goethe- und Schiller-Manier eine „Ode an den Schulleiter“ und präsentiert ihm anschließend ein Erste-Hilfe-Paket für Pensionäre. Eine Einladung zum monatlichen Treffen der Ehemaligen gibt’s natürlich obendrauf.

Als Geschenk gibt’s einen Roadtrip-Gutschein

Martin Stroh vom Personalrat des GaD lobt die offene Kommunikation und die transparente Zusammenarbeit. Koschek habe die Weichen für die Zukunft der Schule im neuen Gebäude gestellt. „Hastig, teils gehetzt durch die Aufgabenfülle hatte er trotzdem ein offenes Ohr“, fügt Stroh hinzu. Personalrat und Kollegium schenken ihrem ehemaligen Chef einen Roadtrip mit einem Land Cruiser.

Musikeinlagen der Band um Alexander Ungelenk – beim Song „Stand by me“ darf Manfred Koschek seinem Jugendhobby frönen und selber einige Gitarrenriffs spielen –, und Lieder des ins Leben gerufenen Kollegiumschores setzen weitere Höhepunkte zwischen die Reden.

Manfred Koscheks Rede ist gespickt mit Begriffen wie Toleranz, Respekt und Vertrauen, die er in seinen 13 Jahren am GaD zu spüren bekommen habe. „Es fällt mir nicht leicht, zu gehen“, gibt er zu. Er blickt zurück: Beim Brand im Jahr 2015, kurz vor dem Schuljubiläum, das daraufhin verschoben werden musste, oder bei Unglücksfällen mit Schülern und Lehrern, habe er „bleischwere“ Tage erlebt. Doch zumeist habe es, trotz der vielen Arbeit, „federleichte“ Tage gegeben.

„Sie alle haben dafür gesorgt, dass ich stolz auf unsere Schule bin“, richtet Manfred Koschek seinen Dank an die vielen Gäste, die sich mit stehenden Ovationen von ihm verabschieden. Zumindest vorerst: Am 24. Oktober erfolgt die offizielle Verabschiedung der Stadt VS und des Regierungspräsidiums Freiburg.

Quelle: Von Mareike Kratt 27.07.2019

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Brandschutz sorgt für Hitzewallungen

Michael Grieshaber ist es noch heißer als anderen VS-Bürgern. Der „unzureichende“ Brandschutz in der Karl-Brachat-Realschule in Villingen treibt ihn um. Wie reagiert die Stadt auf dessen Fachaufsichtsbeschwerde? Mit einem Dementi.

An das Referat 21-Raumordnung, Baurecht, Denkmalschutz im Regierungspräsidium Freiburg geht das Schreiben von Michael Grieshaber, Vorsitzender des Elternbeirates an der Karl-Brachat-Realschule. Warum dieses Schreiben: „Ich habe Angst um die Sicherheit der Schüler“, erläutert er auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Was den ehemaligen Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats VS (für die Schulen) am meistern ärgert: Seit über zwei Jahren sei das Ganze ein Thema.

Risiko für „Leib und Leben“

Und genau diesen Sachverhalt schildert er auch dem Freiburger Regierungspräsidium. Seit Oktober 2016 versuche der Elternbeirat der Karl-Brachat-Realschule, die dringend notwendigen Schritte auf dem Weg zum vorbeugenden Brandschutz zu erreichen. „In der Verantwortung als Elternbeiratsvorsitzender der Karl-Brachat-Realschule kann ich den Zustand nicht länger akzeptieren. Deshalb beantrage ich eine Überprüfung im Zuge einer Fachaufsichtsbeschwerde.“ Und: „Wir gehen nicht davon aus, dass sich jemand findet, der die Verkehrssicherheit der einzelnen Gebäude insbesondere Haus 3 und 4, schriftlich mit Unterschrift bestätigt. Solange diese Verantwortung niemand übernimmt, ist für uns die Verkehrssicherheit nicht gegeben! Damit ist jeder weitere Tag, an dem Schulbetrieb in diesen Gebäuden stattfindet, ein Tag, an dem billigend in Kauf genommen wird, dass Schutzbefohlene einem seit Jahrzehnten bestehenden Risiko für Leib und Leben ausgesetzt sind.“

Parker sorgen für Ärger

In dem Schreiben an das Regierungspräsidium nennt Grieshaber „ein paar offene Punkte“: Nachbesserung mobiler Fluchtturm (Falsche Anbindung), Verbindungstüren für Haus 3 und 4 der Realschule mit insgesamt vier Häusern; Rauchabschottung Treppenhaus. Zudem sei die Zufahrt zum Schulhof mit Gitter und Vorhängeschloss zeitweise gesperrt. Der Elternbeirat spricht auch die Verkehrssituation vor den Schulgebäuden und die Verengung der Einbahnstraße durch parkende Autos an: Rettungsfahrzeuge fahren regelmäßig von der gegenüberliegenden Einsatzzentrale gegen die Einbahnstraße. Zudem habe eine Ordentliche Brandschutzschau noch nicht stattgefunden. Bis zum Ferienende, fordert der Elternbeiratsvorsitzende Grieshaber, sollte etwas passieren, vor allem mit Blick auf das „äußerst dringliche Sicherheitsproblem“ in Haus 3 und 4. Ansonsten müsse eben notfalls auf Klassenzimmer verzichtet werden.

Zumindest in diesem Punkt kann die städtische Pressesprecherin Michael Grieshaber beruhigen: Bis nach den Ferien sei auch in den Häusern 3 und 4 ein verbliebenes Klassenzimmer an die provisorische Fluchttreppe angeschlossen. Zum bisherigen Verlauf: Die Sanierung des Hauses 1 sei komplett abgeschlossen. Im Haus 2 würde diese gerade laufen, bis Jahresende sollen auch die Maßnahmen in diesem Block beendet und ein interner baulicher Rettungsweg geschaffen sein. Brandschutztüren sind bereits eingebaut. Bleiben noch die Häuser 3 und 4. Hier werde sich die umfassende Brandschutz-Sanierung ziehen und damit der Bau interner Fluchtwege. Ob und was im Jahr 2020 für beiden Trakte laufe, das hänge auch von den Etatberatungen für das kommende Jahr ab, so Brunners Ausblick. Trotz noch offener Punkte bekräftigt sie: „Der Brandschutz ist in allen Häusern der Karl-Brachat-Realschule gewährleistet über provisorische Rettungswege.“

Quelle: Von Eva-Maria Huber 24.07.2019 Schwarzwaelder-bote

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Preise für die Besten der Besten unter den Schulabsolventen in VS

Nur mit Chillen und Chatten kommt man nicht so weit: 54 Schülerinnen und Schüler werden für ihre Top-Leistungen ausgezeichnet. OB Jürgen Roth würdigt die vielen Anstrengungen der Schüler.

Die besten Absolventen der verschiedenen Schulen und Schulzweige in Villingen-Schwenningen erhalten den Preis des Oberbürgermeisters. Bilder: Silke Weidmann

Quelle: 25. Juli 2019 Südkurier

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So erfolgreich sind die 71 Abiturienten des Romäusring-Gymnasiums

Abiturientinnen und Abiturienten des Romäus-Gymnasiums Villingen freuen sich beim Abiball 2019 über ihre Zeugnisse der Hochschulreife nach erfolgreich bestandenen Prüfungen. | Bild: Stadt Villingen-Schwenningen

Abschluss mit vielen Preisträgern. Top-Noten für Oliver Götz, Johanna Philipp und Jahn Feng.

Quelle: 23. Juli 2019 Südkurier

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Nina Kohler schließt mit 1,0 ab

23 Schüler der Karl-Brachat-Realschule erhalten einen Preis oder ein Lob. Foto: Niggemeier Foto: Schwarzwälder Bote

Im feierlichen Rahmen verabschiedete die Villinger Karl-Brachat-Realschule in der Neuen Tonhalle am Donnerstagabend 117 Schüler. Sie erhielten aus den Händen des Schulleiters Manfred ­Schmider ihre Zeugnisse für die Mittlere Reife.

Dass nun ein Lebensabschnitt zu Ende geht, machte Schmider in seiner Rede deutlich. Er blickte auf die vergangenen sechs Jahre der Realschulzeit zurück und erinnerte an die ständigen Begleiter der Schüler. Damit meinte er nicht nur die Eltern und Verwandten, sondern auch Eigenschaften wie Lernbereitschaft, Toleranz, Respekt und Geduld. Diese Fähigkeiten werden laut dem Schulleiter nun auch auf dem weiteren Lebensweg nötig sein. Er blickte damit auch auf die Herausforderungen, die die nun ehemaligen Schüler jetzt erwarten.

„Ihr dürft alle stolz auf euch sein.“ Mit diesen Worten beglückwünschte der stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende, Andreas Göbel, die Absolventen. „Rückschläge sind keine Schande. Wichtig ist daran zu wachsen“, gab er den jungen Erwachsenen mit auf den Weg.

Erinnerungen an ersten Tag

Mit einem Rückblick ließ Schülersprecher Mehmet ­Gümüscay die vergangenen zehn Schuljahre Revue passieren und erinnerte sich noch genau an seinen ersten Schultag. Auch er blickte aber in die Zukunft und bedankte sich bei Lehrern, Eltern und Mitschülern.

Musikalisch begleitet wurde der Abend, unter der Leitung von Josef Spath, durch die schuleigene Band und den Chor der Karl-Brachat-Realschule. Durch den kurzweiligen Abend führten dabei die beiden Schüler Vivien Heinle und Franz Asprion.

Der Gesamtnotenschnitt lag in diesem Jahr bei 2,5, Nina Kohler schaffte dabei das Traumergebnis und schloss mit 1,0 ab. Damit erhält sie als Schulbeste den Preis des Oberbürgermeisters.

Mit einem Preis wurden Nicole Davidoff, Dilan Polat, Mara Grieshaber, Isabel Ganter, Nina Kohler, David Mahler, Anastasia Pierre, Diana Weinmann, Antonia Kempchen, Izabela Kwidzinska, Lorena Schütz, Celine Ullrich und Corinna Kuner für einen Durchschnitt bis 1,7 ausgezeichnet.

Ein Lob (bis 2,0) erhielten Niclas Hardy, Jaqueline Schietzold, Rene Blum, ­Elisabeth Ekgardt, Senna ­Yerlikaya, Emily Gassert, Nick Strobel, Lisa-Marie Schlegel, Kevin Schöneck und Vanessa Ungefug.

Die Absolveten von A bis Z

Die Namen der erfolgreichen Absolventen in alphabetischer Reihenfolge: Klasse 10 a: Oliver Bär, Rene Blum, Nicole Davidoff, Mirjam Demjanko, Elisabeth Ekgardt, Robin Gaus, Luis Glück, ­Niclas Hardy, Dominik Herzog, Lina Holzmann, Denis Kamylin, Eda Kar, Zeynep ­Kilinc, Mark Lorenz, Daniele Matrella, ­Enrico Matrella, ­Alexander Mill, Gino Münch, Dilan Polat, ­Alexander ­Reibert, Alexander Reisch, ­Nicole Robertus, Arian Saidi, Alessia Schaulies Garcia, ­Jaqueline Schietzold, Jeyan Solak, Sarah Spadafora, Alisa Tadic, Artur Trautwein und Senna Yerlikaya.

Klasse 10 b: Marcellina ­Abermet, Larissa Dittmer, ­Lorena Durler, Emily Gassert, Tamara Golcman, Mara Grieshaber, Mehmet Gümüscay, Alina-Marie Guzina, Nils Heidekrüger, Jason Hörner, Adrian Hug, Maximilian Kohnle, Tyson Lapi, Jonathan Merkel, Melissa Merz, Bernd Neininger, Natalia Nikolaev, Jonas Nutz, Fabian Plichs, Alexandre Poignant, Yasser Said, ­Ranavy San, Lisa Scharbach, Willi Schlegel, Lara Schmidt, Viktoria Sendel, Klea Shkembi, Sven Störk und Nico ­Tritschler.

Klasse 10 c: Franz Asprion, Michael Brunner, Agnesa ­Dellova, Vivian-Eileen ­Eberhardt, Lea-Marie Ernert, Isabel Ganter, Anna Gläschig, Aidan Haas, Vivien Heinle, Nina Kohler, Jasmin Kunze, Mira Leibold, David Mahler, Angelika Makarov, Cecile Mathis, David Paschke, Anastasia Pierre, Carina Pinkas, Tabea Ranaudo, Lisa-Marie Schlegel, Nils Strauß, Nick Strobel, Deniss Svirjajevs, Diana Weinmann, Marvin Weiß, Hannah Weisser, Nick Wittmann und Maurice Zeller.

Klasse 10 d: Cheyenne ­Bader, Carina Eberlein, Juliane Friesen, Stefanie Gleiche, Daniel Heinze, Jannis Hensel, Lia Hirsch, Antonia Kempchen, Kevin Knaack, Corinna Kuner, Izabela Kwidzinska, Calvin Lahaly, Alisha Lubig, Lorenzo Mottillo, Jasmin Müller, Rana Nasif, Anna Pieper, Maximilian Priebs, Maximilian Rapp, Lucian Roggenbuck, Viktoria Schell, Kevin Schöneck, Philipp Schreiner, Lorena Schütz, Nicole Stark, Xenia Toleikis, Celine Ullrich, Vanessa Ungefug, Hakon van Wasen und Luca Wipf.

Quelle: Schwarzwälder Bote Von Michael Niggemeier 19.07.2019

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117 Karl-Brachat-Schüler freuen sich über ihre Mittlere Reife

Der Bildungsabschluss krönt für die jungen Menschen ihre Realschul-Laufbahn, 23 Schüler werden dabei ausgezeichnet.

Mit einem Preis (bis Note 1,7) werden ausgezeichnet: Nicole Davidoff, Dilan Polat, Mara Grieshaber, Isabel Ganter, Nina Kohler, David Mahler, Anastasia Pierre, Diana Weinmann, Antonia Kempchen, Izabela Kwidzinska, Lorena Schütz, Celine Ullrich, Corinna Kuner. Ein Lob (bis Note 2,0) erhalten Niclas Hardy, Jaqueline Schietzold, Rene Blum, Elisabeth Ekgardt, Senna Yerlikaya, Emily Gassert, Nick Strobel, Lisa-Marie Schlegel, Kevin Schöneck, Vanessa Ungefug. Bild: Rüdiger Fein

Quelle: 19. Juli 2019 Südkurier

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Wenn Schüler weniger Platz für Bewegung haben als ein freilaufendes Huhn:

Südstadtschule findet kreative Lösung für Erweiterung des Pausenhofes

Pausenhof wegen Erweiterungsbau deutlich geschrumpft, Vom-Stein-Straße wird während der Pausen mit schwenkbaren Schranken gesperrt und so können die Schüler den Spielplatz Bildstocker Platz nutzen.

Durch die während der Pausenzeiten abgesperrte Vom-Stein-Straße wird quasi der Schulhof vergrößert und die Kinder haben deutlich mehr Bewegungsfreiheit, weil sie den Spielplatz Bildstocker Platz mitbenutzen können. Das freut auch Marlies Schlayer, Rektor Elmar Dressel und Annegret Maute. | Bild: Hahne, Jochen

11.07.2019 Claudia Hoffmann SÜDKURIER Online

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Großer Sanierungsstau an Schulen

Michael Grieshaber, Tino Berthold und Petra Krauss (von links) stehen vor der nach zwei Jahren Wartezeit eingebauten zweiten Rettungstür eines Klassenzimmers in der Karl-Brachat-Realschule. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Marode Schulgebäude mit ungenügendem Brandschutz und zu wenig Lehrer – bei der Sitzung des Gesamtelternbeirates (GEB) herrschte nicht die beste Stimmung. Die Schullandschaft weist einfach zu viele „Baustellen“ auf.

Dabei müssten es nach Ansicht der Elternvertreter viel mehr Baustellen im eigentlichen Sinne sein. Bei 24 Schulen im Stadtgebiet mit angenommenen durchschnittlich drei Jahren Sanierungszeit sei man 72 Jahre lang beschäftigt, alle wieder auf Vordermann zu bringen, rechnete der Vorsitzende Tino Berthold vor. Vieles sei schon gemacht worden, sehr viel mehr stehe aber noch an.

Berthold forderte den Schulträger auf, eine „offene Prioritätenliste“ zu erstellen, die von allen Beteiligten diskutiert werden kann und bot die Mithilfe des GEB an. Berthold richtete den Blick zudem auf die Neubaugebiete Schilterhäusle und Lämmlisgrund. „Da fehlt eine Schule“, mahnte er langfristige Planungen an. Sein Stellvertreter Michael Grieshaber berichtete von der Dienstaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium, die der GEB in Sachen Brandschutz an der Karl-Brachat-Realschule am Montag eingereicht habe. Nach jahrelangem Kampf um die Sicherheit der Schüler „fahren wir jetzt die ganz harte Schiene“. Noch immer lassen zweite Rettungswege und Brandmeldeanlagen auf sich warten, ein Fluchtturm stehe seit Monaten unbrauchbar im Schulhof, die Treppenhäuser seien nach wie vor mit brandlastigen Holzverschalungen ausgestattet. „Es wird immer versprochen, getan aber nichts“, ärgert sich Grieshaber über „den Fehler im System“.

Nicht ändern kann die leitende Schulamtsdirektorin Sabine Rösner dagegen den derzeit herrschenden Lehrermangel. „Wir haben Stellen, wir haben Geld, wir haben Bewerber, aber keiner will in den Schwarzwald-Baar-Kreis“, umschreibt sie das Problem und befürchtet bei Krankheiten oder Schwangerschaften zu Schuljahresbeginn sogar Ausfälle beim Pflichtunterricht. Großes Lob zollte sie den „tollen Lehrkräften“, die den Mangel mit Mehrarbeit auszugleichen suchen.

Quelle:  Von Schwarzwälder Bote 10.07.2019 Heinig

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