Über 22 Millionen Euro für Schulen und Kindergärten

Kubon bringt Haushaltsplanentwurf für 2019 ein. Neuverschuldung in Villingen-Schwenningen von 6,2 Millionen Euro vorgesehen.

Es ist der letzte Haushalt von Villingen-Schwenningens Oberbürgermeister Rupert

Es ist der letzte Haushalt für Villingen-Schwenningens Oberbürgermeister Rupert Kubon. In den nächsten Wochen werden die Gemeinderäte den Entwurf beraten. | Bild: Michael Kienzler

Kubon, denn ab 1. Januar übernimmt sein Nachfolger, Jürgen Roth das Ruder. Jetzt wurde der Entwurf in den Gemeinderat eingebracht. Kubon spricht davon, dass er Risiken enthalte, aber auch erhebliche Chancen aufzeige. Als Risiko sieht er die Neuverschuldung von 6,2 Millionen Euro, was mit der Auflösung der kompletten freien Rücklage einhergeht. Die Schulden seien niedriger als ursprünglich vorgesehen. Demgegenüber steht ein „noch nie da gewesenes Investitionsvolumen“ von 66,7 Millionen Euro, was der Oberbürgermeister als eine der Chancen bezeichnet. Von dieser Summe sind allein 49,5 Millionen Euro für Baumaßnahmen eingeplant.

Ein Drittel für sozialen Bereich

Schulen mit 16,3 Millionen Euro und Kindergärten mit 6,4 Millionen Euro stehen klar im Vordergrund der Investitionen. Zusammen seien das ein Drittel aller Maßnahmen. Damit will die Stadt eine seit Jahren eingeschlagene Politik weiterverfolgen. Die größten Positionen sind neben der Sanierung des Gymnasiums am Deutenberg und dem Kauf der Schulcontainer für das Schulzentrum am Deutenberg Maßnahmen an sieben weiteren Bildungsstätten der Stadt. Doch auch im Verwaltungshaushalt, mit dem die laufenden Ausgaben der städtischen Verwaltung bestritten werden, stehen Schulen und die soziale Sicherung, also auch die Kindertagesstätten, im Vordergrund. Dafür wendet die Stadt 90 Millionen Euro auf.

Neue Stellen für Kindergärten

Außerdem werden 101 neue Stellen geschaffen – davon gehen zwei Drittel auf das Konto des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport. Das kommt vor allem dem Betreuungsbereich der Kindertagesstätten zugute. Wie wichtig dieses Engagement sei, zeige die Zunahme der Kinder zwischen 0 und sechs Jahren zwischen 2011 und 2017 um 500. Seite Mitte des Jahres bis heute nahm zudem die Bevölkerung um 400 zu, betonte Kubon. Das zeige, dass die Stadt in den vergangenen Jahren etwas richtig gemacht habe.

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Autofahrerin erfasst Geschwisterpaar auf Zebrastreifen

Ein Zwölfjähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen sind am Montag, gegen 12.15 Uhr, „An der Schlemengaß“ bei einem Verkehrsunfall verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilt, waren die beiden Kinder nach Schulschluss auf dem Nachhauseweg und überquerten dazu an der Fußgängerampel, auf Höhe der Albert-Schweizer-Schule, die Straße. Eine 45-jährige Autofahrerin erkannte die Schüler zu spät und erfasste die beiden Geschwister mit der Fahrzeugfront.

Der Zwölfjährige zog sich leichte Verletzungen zu und musste ambulant in der Klinik behandelt werden. Seine 14-jährige Schwester wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen. Der entstandene Sachschaden am Unfallwagen wird auf rund 500 Euro geschätzt.

Die Ermittlungen der Verkehrspolizei Zimmern ob Rottweil zum Unfallhergang dauern derzeit an. Unfallzeugen werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Zimmern ob Rottweil (Tel.: 0741/34879-0) zu melden.

Quelle: suedkurier.de 20.11.2018

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Wohlfühlen steht im Fokus der Schule

Stefan Schülli (rechts) bekommt von seinen Kollegen feierlich ein Willkommensbild überreicht. Foto: Hilbertz Foto: Schwarzwälder Bote

Die Bertholdschule hat einen neuen Schulleiter. Stefan Schülli, der schon einigen Jahren als Vertrauenslehrer an der Schule tätig war wurde am Montag Abend feierlich in sein neues Amt eingeführt

Wenn es ein Wort gab, das den Abend geprägt hat, dann „Wohlfühlen“. Sabine Rösner (Leitende Schulamtsdirektorin) stellte in ihrer Rede das Leitbild der Schule vor. Es besteht aus „lernen“, „leben“, „entwickeln“ und „unterstützen“. All das ist eingebettet im für die Schule wichtigsten Begriff: „Wohlfühlen“. Rösner ist überzeugt: „Wenn ein Kind sich wohlfühlt, dann gelingt Lernen, dann kann sich ein Kind entwickeln. Sie spricht außerdem davon, dass die Schüler-Lehrer-Beziehung elementar wichtig sei für die Schüler: „Gute Beziehungsgestaltung ist die Basis von jedem Unterricht“. Sie überreichte dem neuen Schulleiter Stefan Schülli am Ende ein Geschichtenbuch von „Der kleine Prinz“ – auf dass es ihn auf seinem Weg inspirieren solle.

Oberbürgermeister Rupert Kubon betonte in seiner Rede, dass es nicht leicht sei, heutzutage neue Schulleiter zu finden. Er freute sich über den neuen Rektor und lobte seine hohe Sozialkompetenz und Menschenkenntnis. Er gab seine Zusage, die Schultoiletten zu Pfingsten zu erneuern und versprach dem neuen Schulleiter, dass er sich „auch künftig auf die Stadt verlassen“ könne.

Stefan Schülli selbst fand in seiner Rede ehrliche Worte. Er sprach davon, dass der Schwarzwald-Baar-Kreis für ihn als Lehrer nur auf Platz Sieben seiner Liste gestanden habe. Viel lieber wäre er, wie so viele Lehrer, nach Freiburg oder Konstanz gegangen. Aber als er die Schule besuchte, gefiel im sofort die Atmosphäre und das Miteinander. Auch er betonte in seiner Rede den Begriff des „Wohlfühlens“. Hierfür zitierte er die WHO (Weltgesundheitsorganisation): „Die WHO hat erkannt, dass Wohlfühlen für die psychische und physische Gesundheit eines Menschen unglaublich wichtig ist und ihr daher mehr Raum eingeräumt werden sollte“.

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Bau von vier Klassenzimmern der Südstadtschule kommt nicht voran

Lehrerin Franziska Kleiner (von links) hat Mario, Dominique und Julie samt Papa beigebracht, wie man Somafiguren mathematisch-logisch zu einem Würfel zusammenfügt. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

In der ersten Dezemberwoche liegen die Anmeldetage für die Kinder, die im September 2019 eingeschult werden. Derzeit bringen sich die Grundschulen der Stadt dafür in Stellung – in Villingen machte am Samstag die Südstadtschule mit einem Tag der offenen Tür den Anfang.

 

 

Nach den „Forschertagen“ zum Thema Luft und Wasser präsentierten die 360 Erst- bis Viertklässler sowie die 27 Lehrer ihre Ergebnisse, luden die Besucher zum Experimentieren ein und vermittelten dabei: Schule macht Spaß! Die Südstadtschule ist eine offene Ganztagsschule, in der Eltern die Verweildauer ihrer Kinder individuell gestalten können. Zu Beginn des Schuljahres wählen sie, ob und welche zusätzlichen Betreuungsangebote sie wahrnehmen wollen.

Bis 18 Uhr an der Schule

Seit die Herbstferien vorbei sind, können die Schüler sogar bis 18 Uhr in der Obhut der Schule bleiben, sagt Schulleiter Elmar Dressel. Geprägt wird die Grundschule von ihrem musischen Profil, das sich nicht nur in der Chor- und Flöten-AG ausdrückt, sondern auch Kooperationen mit der Musikakademie und die Teilnahme am städtischen „Kumfi“-Projekt (Kultur macht fit) beinhaltet.

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Nach Überfall auf Kind:

Nach Überfall auf Kind: Jetzt spricht die Mutter

Der Facebook-Aufruf wegen eines verprügelten Jungen schlägt weiter Wellen: Das Mitgefühl in der Gruppe „Stadtgeflüster VS“ ist groß. Doch es gibt vereinzelt auch kritische Stimmen.

Der Zeugenaufruf von Diana S. in der Facebookgruppe „Stadtgeflüster VS“ wurde bis Freitagnachmittag mehr als 1200 Mal geteilt, viele Mitleser sprachen ihr Mitgefühl in Kommentaren aus. Dort hatte S. geschrieben, ihr zehnjähriger Sohn sei auf dem Schulhof der Schwenninger Gartenschule niedergeschlagen worden und in einem davon weit entfernten Waldstück wieder zu sich gekommen. So schildert es der Zehnjährige seiner Mutter wie auch der Polizei. Weiterlesen

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Elterntaxis sorgen für Diskussionen

Rektor Elmar Dressel kommt sich mitunter wie ein Stadtsheriff vor. Um Ausreden sind Eltern nicht verlegen, wenn es ums Parken im absoluten Halteverbot geht. Zwar hat sich an seiner Südstadtschule die Lage etwas entschärft. Doch damit ist das Eltern-Taxi-Problem in VS noch lange nicht gelöst.

Keine Seltenheit: Immer wieder stellen sich Eltern ins absolute Halteverbot, um ihre Jungs oder Mädchen aussteigen zu lassen. Foto: Eich

Es ist kurz vor 7.45 Uhr, Hauptverkehrszeit vor der Südstadtschule in Villingen. Grundschul-Kinder steuern mit ihren Müttern den Hauseingang an, andere sind mehr oder weniger flott mit ihren Rollern unterwegs; und es gibt auch nach wie vor die, die sich trotz einiger neugieriger Blicke an diesem Vormittag ins absolute Halteverbot stellen, um ihre Jungs oder Mädchen aussteigen zu lassen.

Und dadurch ist die Sicht für jene Schüler, die die Straße queren, deutlich eingeschränkt. Dabei kommt es zu kuriosen Reaktionen, wenn der Schulleiter ans Fenster klopft: „Ich habe einen Handwerkerschein“, hört er dann als Entschuldigung. „Das war früher jedoch wesentlich schlimmer“, beschreibt der Rektor die Situation. Früher, das heißt, bevor vor eineinhalb Jahren auf der Fahrbahn Zacken aufgezeichnet und Verbots-Schilder installiert wurden, um für mehr Sicherheit vor der Schule zu sorgen. Nicht zuletzt sei dies auch aufgrund „großer Proteste“ geschehen, erinnert er sich.

Schutzzaun als Anregung

Einziges Problem noch, das nicht nur ihm, sondern auch manchen Anwohnern Sorgen bereitet: Nicht wenige Kinder schießen die abschüssige Grimmelshausenstraße Richtung Schulgebäude hinunter. Erst vor kurzem war ein Junge in ein Auto gefahren. Wie diese Gefahrenstelle beseitigen?

Zwei Ideen machen die morgendliche Runde: Alexander Wirich, selbst Vater eines Schulkindes, regt an, die Grimmelshausenstraße tageszeitweise sperren zu lassen. Michael Grieshaber stellt sich am Auslauf der gleichen Straße ein Geländer im Kurven­bereich vor.

Bei allem Verständnis bleiben für Rektor Dressel und Elternbeiratsvorsitzende Violeta Supljina die Eltern in der Haupt-Pflicht. Sie sollten nicht nur ihren Kindern beibringen, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhalte, „sondern sich auch selbst an Regeln halten“. Zudem lernen Kindern am ehesten Selbstständigkeit, wenn sie den Schulweg so früh wie möglich bewältigen.

Problemschulen besuchen

Bei Elmar Dressel hat sich die Lage etwas entschärft. Doch „damit ist das Thema nicht vom Tisch“, verweist Michael Grieshaber, Vorsitzender des Gesamtelternbeirates der Schulen in VS, auf andere Schulen in der Stadt, „die ein gewaltiges Problem“ mit Elterntaxen haben. Grieshaber sieht das Thema ohnehin differenziert und reiht sich nicht automatisch in den Chor der Kritiker ein: Für ihn gibt es durchaus „ein legales Recht darauf, das Kind in die Schule zu bringen“, das habe nicht unbedingt etwas mit „Helikoptereltern-Verhalten“ zu tun. Mal habe das Kind verschlafen, mal komme der Bus nicht, mal habe es die Hausaufgaben vergessen, sei „aus Angst vor einer Strafarbeit“ zurückgelaufen und habe dann den Bus verpasst. „Sicher gibt es übervorsichtige Eltern, aber es gibt auch ein begründetes Interesse, Kinder zur Schule zu fahren.“ Der GEB-Vorsitzende hat einen anderen Ansatz im Auge. Bevor sanktioniert werde, solle man zunächst erfassen, welche Schule welche Probleme mit dem Bringen und Abholen habe und nach Lösungen suchen. Deshalb der Vorschlag: Elternvertreter und Schulleiter sollten mit Vertretern von Stadt und Polizei „Problem-Schulen“ anschauen. Zudem sollte dafür gesorgt werden, dass nahe der Schulen Haltestellen eingerichtet werden, an denen Eltern ihre Kinder problemlos absetzen dürften, spielt er auf eine vom ADAC ins Spiel gebrachte Empfehlung an. Diese sollten aber mindestens 250 Meter von der Schule entfernt sein. „Das bringt Entschärfung, ist aber nicht überall umsetzbar.“

Angst vor Bedrohungen

Was sich an doppelstädtischen Schulen teilweise abspielt, ist auch Thomas Barth nur zu gut bekannt. „Der Parkverkehr rund um die Schulen ist seit Jahren ein Thema“, kommentiert er die Anfrage des Schwarzwälder Boten. Wenn Schulen Probleme haben, nimmt er Grieshabers Vorschlag auf, „können sie sich an die kleine Verkehrskommission der Stadt wenden und einen Antrag auf einen Vor-Ort-Termin stellen.“ Auch Barth appelliert an die Eltern, ihre Kinder zur mehr Selbstständigkeit zu erziehen und wenn sie ihre Kindes zur Schule bringen, „wenigstens Schilder auch zu beachten“.

Warum wollen Eltern ihren Kindern den Schulweg nicht zumuten? Warum fahren Eltern ihre Kinder zur Schule? Die Gründe decken sich mit denen einer Umfrage aus Nordrhein-Westfalen, auf die sich der ADAC bezieht: Den meisten geht es um Schutz vor Belästigungen, um Gefahren aufgrund des Verkehrs auch der „Schutz vor Witterungseinflüssen“ spiele eine Rolle. Fragen nach dem „Warum“ sind an diesem Vormittag zwecklos, die Wagen sind schnell wieder weg.

Experten haben für solche Sorgen nur bedingt Verständnis. Für Grundschulkinder sei es, so die Deutsche Verkehrswacht, genauso gefährlich, zur Schule mit dem Auto gebracht zu werden wie zu Fuß zu gehen. Eltern von werdenden Erstklässlern sollen ihre Kinder daher schon früh auf den Schulweg vorbereiten.

Quelle: Von Eva-Maria Huber 09.11.2018 Schwarzwälder-Bote

ADAC Leitfaden

ADAC-Motorwelt-9-2018.pdf

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Die nächsten Schwenninger Schüler ziehen in die Container

  • Auch Schulverbund Deutenberg musss saniert werden
  • Leere Räumlichkeiten erleichtern dabei die Planung
  • Auch Abriss und dann ein Neubau sind noch im Gespräch

Nach 45 Jahren sind die Gebäude des Schulverbundes Werkreal- und Realschule am Deutenberg dringend sanierungsbedürftig. Die Elektroinstallation und die Lüftungsanlage entsprechen nicht mehr den Anforderungen und Vorschriften, die Brandschutzanforderung sind nur im Zuge einer Generalsanierung zu erfüllen und die sanitären Einrichtungen sowie alle Räume sind erneuerungsbedürftig. Auch die Gebäudehülle sowie die Tragkonstruktion müssen saniert werden. Weiterlesen

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