Die nächsten Schwenninger Schüler ziehen in die Container

  • Auch Schulverbund Deutenberg musss saniert werden
  • Leere Räumlichkeiten erleichtern dabei die Planung
  • Auch Abriss und dann ein Neubau sind noch im Gespräch

Nach 45 Jahren sind die Gebäude des Schulverbundes Werkreal- und Realschule am Deutenberg dringend sanierungsbedürftig. Die Elektroinstallation und die Lüftungsanlage entsprechen nicht mehr den Anforderungen und Vorschriften, die Brandschutzanforderung sind nur im Zuge einer Generalsanierung zu erfüllen und die sanitären Einrichtungen sowie alle Räume sind erneuerungsbedürftig. Auch die Gebäudehülle sowie die Tragkonstruktion müssen saniert werden.

Der Schulbetrieb soll hierzu in die in unmittelbare Nähe befindlichen Schulcontainer des Gymnasiums am Deutenberg verlegt werden. Den dazu notwendigen Ankauf der Container und einen Grundsatzbeschluss zur Planung der Sanierung oder des Abbruchs mit Neubau der Schule hat jetzt der Technischen Ausschuss gefasst.

„Die Container sind ziemlich gute Schulgebäude und technisch sehr gut ausgerüstet“, sagte Baubürgermeister Detlev Bührer. Jetzt sei die Chance, nach Ablauf der Mietzeit die Container zu erwerben. Ein leerstehendes Schulgebäude sei besser zu begutachten und beschleunige die Planung. „Die Planung muss auch ergeben, ob ein Neubau wirtschaftlicher wäre“, so Bührer.

Als Zeitpunkt für den Umzug in die Container ist der Schuljahresbeginn 2019/2020 vorgesehen, wenn die geplante Rückkehr des Gymnasiums am Deutenberg ins generalsanierte Hauptgebäude erfolgt ist. Ziel sei es, so Bührer, dass der Schulverbund möglichst kurz in den Schulcontainern ist. Aber er rechne schon mit einer Dauer von vier Jahren. Dieter Kleinhans, Amtsleiter vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau, versicherte im Ausschusss: „Die Container haben eine sehr gute Qualität und sind technisch sowie im Bezug auf den Brandschutz auf dem neuesten Stand“.

Rückfragen gab es aus den Fraktionen, weil es noch kein Raumprogramm für die Schulcontainer gibt. Deshalb sei noch offen, ob die Container überhaupt für den Schulbetrieb ausreichen. Nach Ansicht von Kleinhans müssten diese aufgrund ähnlicher Schülerzahlen aber ausreichen. Genaueres werde am 13. November in einem Gespräch mit den Beteiligten besprochen. Das Raumprogramm solle Ende der nächsten Woche vorliegen.

Schulleiter Bernd Ellinger freute sich, nun in die Kommunikation mit eingebunden zu werden. Der ganze Prozess sei bislang nicht mit dem Schulverbund abgesprochen. Ellinger wies darauf hin, dass es Fachräume wie Werkräume und eine Lehrküche im Gymnasium nicht gäbe. Diese seien aber erforderlich.

Bei einer Enthaltung stimmte der Ausschuss dem Ankauf der Container, dem Umzug des Schulverbundes in die Container nach Auszug des Gymnasiums am Deutenberg sowie dem Grundsatzbeschluss zur Generalsanierung des Schulverbundes zu. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung außerdem, weitere notwendige Schritte einzuleiten.

Quelle: Südkurier 07. November 2018

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