Ein hartes Ringen um weiteres Personal

Villingen-Schwennigen. Um den Stellenplan der Stadt zeichnet sich ein hartes Ringen im Gemeinderat ab. Die CDU-Fraktion beantragt, die von der Verwaltung geforderte Aufstockung um gut 100 Arbeitsplätze pauschal um 30 Prozent zu streichen und hat besonders den Mehrbedarf beim Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (Jubis) im Blick. Die Freien Wähler wollen zwar nicht wahllos streichen, kündigten im Verwaltungs- und Kulturausschuss am Mittwochabend aber an, in der Sitzung nächste Woche konkrete Einsparungen aufzuzeigen. Die SPD, die Grünen und die FDP verteidigten hingegen die Personalwünsche vehement, gerade wegen der steigenden Bedürfnisse und Anforderungen in Sachen Kinderbetreuung.

Ein flammendes Plädoyer für die zusätzlichen Stellen hielt Oberbürgermeister Rupert Kubon. Es sei höchst problematisch, in der gesamten Verwaltung den Rotstift anzusetzen, zumal zwei Drittel die Kindergärten und Schulen betreffen würden. Und er führte vor Augen, dass ohne die erforderlichen Fachkräfte viele vom Gemeinderat beschlossene Projekte nicht umsetzbar sind, beispielsweise die Erweiterung der Kindertagesstätte am Deutenberg durch das Aufstellen zusätzlicher Container. Die Stadt sei allerdings in der Pflicht, den Rechtsanspruch der Eltern zu erfüllen, warnte er vor der Stellenkürzung. Generell könne die Verwaltung nicht gewährleisten, das wachsende Leistungsspektrum und die auch vom Gemeinderat gewünschten zusätzlichen Aufgaben zu erfüllen, ohne über die notwendigen Mitarbeiter zu verfügen. Um angesichts der finanziellen Lage den Haushalt nicht immer weiter zu belasten, sieht Kubon die Lösung in einer Erhöhung der Gebühren: „Wir bauen seit Jahren die Leistungen aus, aber fahren die Refinanzierung zurück“ forderte er, die Bürger verstärkt an den Kosten zu beteiligen – auch bei der Kinderbetreuung. …

Quelle: Von Martina Zieglwalner 06.12.2018 Schwarzwälder Bote

Facebookmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.