Nach der Arbeit geht’s in die Schule

Auf dem Weg zum Abitur: Die Klasse drei des Abendgymnasiums mit Schulleiter Michael Schüz (links). Foto: Parage Foto: Schwarzwälder Bote

„Abitur nach 17 Uhr“: So wirbt die Stadt für ihr Abendgymnasium. Dieser Weg zur Hochschulreife ist ein ungewöhnlicher. Wer ihn geht, benötigt Durchhaltevermögen – ist aber auch motiviert.

 

 

 

Die Klasse, vor der Michael Schüz an diesem Abend steht, ist eine besondere. Das Wort heterogen scheint wie für sie gemacht: Die Schüler sind zwischen 21 und 66 Jahre alt, haben unterschiedliche Lebenssituationen, Berufe, Schulabschlüsse und Wohnorte in der ganzen Region. Was sie eint, ist ihr Ziel: Sie wollen das Abitur, und sie wollen studieren. Human- oder Veterinärmedizin, Chemie, Meeresbiologie oder Grundschullehramt sind nur einige der Studienfächer, die sie im Sinn haben.

Deshalb sitzt die Gruppe jeden Abend ab 17.10 Uhr zusammen, schreibt dreistündige Mathearbeiten, wenn andere längst zu Hause auf dem Sofa Platz nehmen und paukt zur besten Tagesschau-Zeit Geschichte mit Michael Schüz. Der unterrichtet nicht nur am städtischen Abendgymnasium, sondern leitet es auch. Vor Schüz sitzt die dritte Klasse dieser besonderen Einrichtung. Noch anderthalb Jahre trennen sie von der Hochschulreife. Und viel Arbeit. Zumal die Schüler berufstätig sind – manche gar in Vollzeit, manche haben noch kleine Kinder zu Hause.

Quelle: Von Verena Parage 21.12.2018 Schwarzwälder Bote

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