„Uns ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen“

Mitinitiatorin äußert sich zu Klimaprotesten

Laetitia Seyboldt ist 18 Jahre alt und hat die Kundgebung in Villingen maßgeblich organisiert. Im Interview spricht die Waldorfschülerin über ihre Beweggründe.

Laetitia, warum geht ihr heute auf die Straße anstatt in die Schule?

„Uns ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen für die Zukunft. Wir fordern einen raschen Kohleausstieg und den Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Treibhausgase müssen unbedingt gesenkt werden.“

Und wie soll das erreicht werden?

„Indem zum Beispiel umweltbewusstes Leben attraktiver wird – durch den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege.“

Wieso sind die Fridays-for-Future-Demos erst jetzt in Villingen angekommen?

„Ich persönlich habe erst Anfang Januar von dieser Bewegung gehört. Mitschüler und ich haben uns dann überlegt, ob wir auch was machen sollen. Vergangene Woche waren wir in Stuttgart bei einer Demo dabei und haben uns dann spontan dazu entschlossen, auch hier eine zu organisieren.“

Und wie lief die Organisation dann ab?

Wir haben beim Rathaus und der Polizei wegen der Bewilligung für eine Demonstration angefragt – und das hat super geklappt: Alle waren sehr freundlich und zuvorkommend. Durchs Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda hat sich unsere Aktion dann auch an den anderen Schulen in Villingen-Schwenningen rumgesprochen.

Werden nun weitere Demonstrationen folgen?

Wir wollen versuchen, so gut wie jede Woche was zu machen. Auch in den Ferien werden wir demonstrieren – um zu zeigen, dass uns der Klimaschutz wirklich am Herzen liegt und wir nicht einfach die Schule schwänzen wollen. Über andere Aktionen wie zum Beispiel Müllsammeln haben wir auch schon nachgedacht.

Quelle: von Marcel Jud Südkurier 15.02.2019

 

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