Für Radschule ist guter Rat teuer

Fahrradfahren will gelernt sein. Die dazugehörigen Verkehrsregeln lernen die Schüler in der Verkehrsschule. Foto: Hirschberger Foto: Schwarzwälder Bote

Wohin des Wegs mit der Jugendverkehrsschule? Diese Frage treibt derzeit die Kommunalpolitiker um. Einerseits wäre sie auf dem Klosterhof-Areal gerne gesehen. Quasi zur Abrundung des Jugendangebots in Villingen-Schwenningens Mitte neben Jugendkulturzentrum, Boulderhalle und Skatepark. Andererseits wäre auch ein Verbleib am bisherigen Standort in der Wilhelm-Schickhard-Straße denkbar.

So oder so, der Aufwand wird enorm sein: Im Klosterhof würde es sich um einen kompletten Neubau handeln. Am bisherigen Standort müsste wegen der Neuordnung des Gebiets ebenfalls Geld in die Hand genommen werden – hier nämlich sollen Einrichtungen der Medizin- und Medizintechnik untergebracht werden, weshalb der Außenbereich der Jugendverkehrsschule in Teilen verlegt werden müsste.

Und auch um den heutigen Anforderungen zu genügen scheinen Bauarbeiten unumgänglich: Die Anlage verfügt über keinen Kreisverkehr und der Belag ist sanierungsbedürftig.

In jedem Fall also ist guter Rat teuer. Und das Dilemma ist groß, denn: Die Kreisverkehrswacht, die die Jugendverkehrsschule trägt, verfügt nicht über die nötigen finanziellen Mittel, wie Hans-Joachim Schleusener von dem Verein im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten erläutert: „Wir leben ausschließlich von Spenden und Geldbußen der Gerichte.“

Gemeinsam mit dem Trägerverein und dem Schwarzwald-Baar-Kreis will man nun eine „zukunftsfähige und wirtschaftliche Lösung“ finden, so die Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen. Gelöst werden muss dieses Problem ohnehin, denn: Auch wenn bei einem Verein schnell alles nach Kür anstatt nach Pflicht klingt, ist hier das Gegenteil der Fall. Die Verkehrswacht widmet sich einer echten Pflichtaufgabe: Alle Viertklässler müssen, so Schleusener, in der Schule die Verkehrsschule besuchen und die richtige Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad lernen.

Die Klärung dieser Frage zielt zudem mitten ins Herz des Klosterhofs, denn die Jugendverkehrsschule könnte dort im Falle der Umsiedlung eine Fläche von 0,8 Hektar in Anspruch nehmen. Darüber hinaus bestehen Überlegungen, das Jugend- und Freizeitangebot in dem Bereich auszubauen – denkbar wäre etwa ein Basketballfeld, aber auch eine Sporthalle. Parkplätze seien auch für diese Angebote mit den insgesamt 297 Stellplätzen für Autos voraussichtlich in ausreichender Anzahl vorhanden.

Quelle:Von Cornelia Spitz 28.02.2019

 

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