Brandschutz sorgt für Hitzewallungen

Michael Grieshaber ist es noch heißer als anderen VS-Bürgern. Der „unzureichende“ Brandschutz in der Karl-Brachat-Realschule in Villingen treibt ihn um. Wie reagiert die Stadt auf dessen Fachaufsichtsbeschwerde? Mit einem Dementi.

An das Referat 21-Raumordnung, Baurecht, Denkmalschutz im Regierungspräsidium Freiburg geht das Schreiben von Michael Grieshaber, Vorsitzender des Elternbeirates an der Karl-Brachat-Realschule. Warum dieses Schreiben: „Ich habe Angst um die Sicherheit der Schüler“, erläutert er auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Was den ehemaligen Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats VS (für die Schulen) am meistern ärgert: Seit über zwei Jahren sei das Ganze ein Thema.

Risiko für „Leib und Leben“

Und genau diesen Sachverhalt schildert er auch dem Freiburger Regierungspräsidium. Seit Oktober 2016 versuche der Elternbeirat der Karl-Brachat-Realschule, die dringend notwendigen Schritte auf dem Weg zum vorbeugenden Brandschutz zu erreichen. „In der Verantwortung als Elternbeiratsvorsitzender der Karl-Brachat-Realschule kann ich den Zustand nicht länger akzeptieren. Deshalb beantrage ich eine Überprüfung im Zuge einer Fachaufsichtsbeschwerde.“ Und: „Wir gehen nicht davon aus, dass sich jemand findet, der die Verkehrssicherheit der einzelnen Gebäude insbesondere Haus 3 und 4, schriftlich mit Unterschrift bestätigt. Solange diese Verantwortung niemand übernimmt, ist für uns die Verkehrssicherheit nicht gegeben! Damit ist jeder weitere Tag, an dem Schulbetrieb in diesen Gebäuden stattfindet, ein Tag, an dem billigend in Kauf genommen wird, dass Schutzbefohlene einem seit Jahrzehnten bestehenden Risiko für Leib und Leben ausgesetzt sind.“

Parker sorgen für Ärger

In dem Schreiben an das Regierungspräsidium nennt Grieshaber „ein paar offene Punkte“: Nachbesserung mobiler Fluchtturm (Falsche Anbindung), Verbindungstüren für Haus 3 und 4 der Realschule mit insgesamt vier Häusern; Rauchabschottung Treppenhaus. Zudem sei die Zufahrt zum Schulhof mit Gitter und Vorhängeschloss zeitweise gesperrt. Der Elternbeirat spricht auch die Verkehrssituation vor den Schulgebäuden und die Verengung der Einbahnstraße durch parkende Autos an: Rettungsfahrzeuge fahren regelmäßig von der gegenüberliegenden Einsatzzentrale gegen die Einbahnstraße. Zudem habe eine Ordentliche Brandschutzschau noch nicht stattgefunden. Bis zum Ferienende, fordert der Elternbeiratsvorsitzende Grieshaber, sollte etwas passieren, vor allem mit Blick auf das „äußerst dringliche Sicherheitsproblem“ in Haus 3 und 4. Ansonsten müsse eben notfalls auf Klassenzimmer verzichtet werden.

Zumindest in diesem Punkt kann die städtische Pressesprecherin Michael Grieshaber beruhigen: Bis nach den Ferien sei auch in den Häusern 3 und 4 ein verbliebenes Klassenzimmer an die provisorische Fluchttreppe angeschlossen. Zum bisherigen Verlauf: Die Sanierung des Hauses 1 sei komplett abgeschlossen. Im Haus 2 würde diese gerade laufen, bis Jahresende sollen auch die Maßnahmen in diesem Block beendet und ein interner baulicher Rettungsweg geschaffen sein. Brandschutztüren sind bereits eingebaut. Bleiben noch die Häuser 3 und 4. Hier werde sich die umfassende Brandschutz-Sanierung ziehen und damit der Bau interner Fluchtwege. Ob und was im Jahr 2020 für beiden Trakte laufe, das hänge auch von den Etatberatungen für das kommende Jahr ab, so Brunners Ausblick. Trotz noch offener Punkte bekräftigt sie: „Der Brandschutz ist in allen Häusern der Karl-Brachat-Realschule gewährleistet über provisorische Rettungswege.“

Quelle: Von Eva-Maria Huber 24.07.2019 Schwarzwaelder-bote

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