Mit gutem Gefühl Richtung Zukunft

100 Tage ist der neue Schulleiter des Gymnasiums am Deutenberg (GaD), Zoran Josipovic, mittlerweile im Amt. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten zieht er ein erstes Fazit – und blickt in eine spannende Zukunft.

Noch ist die Aula eine Baustelle. Doch GaD-Schulleiter Zoran Josipovic freut sich bereits, wenn das Herzstück der Schule fertig ist und Zuschauer für Veranstaltungen aller Art anlockt. Foto: Schwarzwälder Bote

„Ich bin angekommen“, kann der neue GaD-Rektor mit ganzer Überzeugung nach seinen ersten 100 Tagen am Schwenninger Gymnasium sagen. Die Tätigkeit als Schulleiter sei herausfordernd, aber in jeder Form bereichernd.

Hatte er an seiner vorherigen Station, dem Thomas-Strittmatter-Gymnasium in St. Georgen, bereits Verantwortung als Mitglied des Schulleitungsteams inne, erlebe er nun die gesamte Vielfalt einer Schule. „Alles läuft bei mir zusammen, das ist neu“, sagt Josipovic. Das Lehrerkollegium nehme er als über das Maß hinaus engagiert war.  Mit diesem zusammen ist der Rektor derzeit dabei, den Stundenplan, vor allem für die Fünftklässler, zu optimieren. Durch geschickte Stundenverschiebungen soll Luft gewonnen werden, um die hohe Belastung der Schüler durch die G-8-Schullaufbahn zu entzerren.  Dieser Belastungssituation soll künftig auch durch die Stärkung des Präventionsbereichs entgegengewirkt werden. Dabei werde, so Josipovic, von den beiden Schulsozialarbeitern, die über die Caritas am GaD beschäftigt sind, sowie den Lehrern ein Konzept erarbeitet.  Gemäß der Prämisse, dass Kommunikation das A und O ist, hat der Wahl-Villinger bereits viele „fruchtbare“ Gespräche mit Verantwortlichen von Schulen oder Verwaltung geführt. „Ich habe einen positiven Eindruck, es gibt viele offene Strukturen.“ Transparenz, die möchte er auch aufs GaD übertragen. Neuerdings gibt es einmal pro Woche per E-Mail einen Newsletter mit Terminen und Hinweisen, der an Lehrer, Elternbeirat, Schulsozialarbeiter oder Hausmeister verschickt wird.  In den kommenden Wochen noch intensiver kennenlernen möchte Zoran Josipovic die 837 GaD-Schüler. Unter dem Motto „Rent the boss“ bietet er daher an, in allen Klassen für eine halbe Stunde den Unterricht zu übernehmen.  Was ihn in seiner ersten Amtszeit bislang am meisten beeindruckt hat, das sei der Schulbetrieb im Containerprovisorium, der mittlerweile im dritten Schuljahr dort stattfindet. „Der Unterricht, die Schule funktioniert reibungslos“, lobt Josipovic. „Ich finde es klasse, dass die ganze Situation von der Schulgemeinschaft so gut mitgetragen wird.“ Die Räume seien funktional und alltagstauglich.  Dennoch hofft er, dass ein Ende bald absehbar ist. Nach derzeitigem Sanierungsstand des Hauptgebäudes kann ein Umzug vor den nächsten Sommerferien angepeilt werden. Bis Anfang des Jahres möchte der Rektor endgültige Gewissheit von der Stadt haben, um entsprechend planen zu können.  Da ist zum einen der Umzug an sich, der organisiert werden muss und für den zwei Lehrer mit einem zusätzlichen Stunden-Deputat ausgestattet wurden. Bekannterweise sollte das denkmalgeschützte Hauptgebäude bereits im vergangenen Sommer fertiggestellt und der Umzug schon längst über der Bühne sein. Zum anderen braucht Josipovic auch Planungssicherheit bezüglich der anstehenden Klausuren. Schulisch müsse bis Pfingsten alles geschafft sein, um nicht dem Umzug in die Quere zu kommen.  Beim Rundgang durch das Hauptgebäude, an dem derzeit fleißig gewerkelt wird, zeigt sich der Schulleiter optimistisch, dass der Zeitplan diesmal eingehalten werden kann. In den neu gestalteten Physik-Fachräumen demonstriert er bei den Holzschränken die Verknüpfung von alten, aufbereiteten und komplett neuen Einbaumöbeln. Im Verwaltungstrakt sind Lehrer- und Rektorzimmer nahezu fertiggstellt.  Dann geht es ins Herzstück der Schule, der Aula, die für kommende schulische und möglicherweise auch außerschulische Veranstaltungen „goldwert ist“, findet der 46-Jährige. Hier seien die Denkmalschutzauflagen durch Wandvertäfelungen besonders hoch, jeder Stuhl etwa musste einzeln saniert werden.  Für die meisten anderen Räume jedoch gibt es neue Möbel, deren Lieferung auf 1. April 2020 datiert ist. „Das ist alles ein Wahnsinnsaufwand und eine riesige Investition, aber wir freuen uns sehr darauf“, fasst Zoran Josipovic zusammen.

Quelle:  Von Mareike Kratt 06.12.2019 Schwarzwälder Bote

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