Wegen Lehrermangels auch Quereinsteiger eingestellt

Auf Gesamtelternbeirat warten viele Aufgaben / Neue Mitglieder im Vorstandsteam

Das neue Vorstandsteam des doppelstädtischen Gesamtelternbeirats besteht aus (von links) Pet-ra Krauss, Violeta Sopjina, Erika Miller, Claudia Kinzek, Tino Berthold, Peter Poschik, Daniel Wenz-ler und Verena Würthner. Foto: Heinig

Das Aufgabenfeld des Gesamtelternbeirates der Schulen in VS (GEB) wird nicht kleiner. Bei der Herbstsitzung brachten sich die Elternvertreter aller Schularten in der Aula der Friedenschule auf den neuesten Stand. Dem GEB-Vorsitzenden Tino Berthold und seiner Stellvertreterin Petra Krauss schloss sich ein teilweise neues Vorstandsteam an. Mit Erika Miller wurde eine neue Schriftführerin gefunden und gewählt, in der Führungsspitze sind jetzt außerdem Violeta Sopjina, Claudia Knizek, Peter Poschik, Daniel Wenzler und Verena Würthner.

Die beiden neuen geschäftsführenden Schulleiterinnen Simone Duelli-Meßmer und Gabriele Cernoch-Reich luden die Eltern zur Mitwirkung an den von den Schulen zu erstellenden Medienentwicklungsplänen im Rahmen der landesweiten Medienoffensive ein. Ein großes Anliegen sei den Schulen ferner, dass Kinder spätestens beim Eintritt in eine weiterführende Schule schwimmen können. Der Bildungsplan gebe es schon aus personellen Gründen nicht her, Kindern das Schwimmen beizubringen, abgesehen von den nicht ausreichenden Kapazitäten in den Hallenbädern. Gespannt sei man – wie die Eltern – auf die weitere Schulentwicklungsplanung der Stadt.

»Lehrer fehlen bundesweit« – die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Sabine Rösner, wiederholte ihre Klage darüber, dass der Schulamtsbezirk, bestehenden aus den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Rottweil offensichtlich nicht zu den Wunschregionen fertig ausgebildeter Lehrer gehöre. Gerade einmal 100 konnte man im September einstellen. »Wir haben auf Kante genäht«, gab Rösner in Bezug auf die Unterrichtsversorgung zu. Sie lobte die Konstruktivität der Schulleitungen und warb um Verständnis für die Einstellung von Quereinsteigern, sogenannten »Nichterfüllern«. Außerdem werden Deputate aufgestockt und nicht alle Teilzeitwünsche erfüllt. Eltern regten an, mehr Anreize für neue Lehrer zu schaffen.

Andrea Breinlinger-Müller vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS) stieß in das gleiche Horn: Auch pädagogische Mitarbeiter für die verlässliche Grundschule fehlen. Inzwischen werde um sie – »auch ohne Ausbildung« – per Postkarte geworben.
Im September wurden in VS 728 Viertklässler in die fünften Klassen der weiterführenden Schulen eingeschult, die meisten (156) an der KarlBrachat-Realschule. In Villingen zählte man 332 Erstklässler in 17 Klassen. Hier lag die Südstadtschule mit 73 neuen Schülern an der Spitze. In Schwenningen wurden 282 Erstklässler in zehn Klassen aufgenommen, davon 123 an der Friedenschule. In den Ortschaften gab es 106 ABCSchützen in sieben Klassen. Andrea Breinlinger-Müller informierte zudem über die Einführung des Ganztagsbetriebs an der Friedenschule bei gleichzeitigem Um- und Anbau des Gebäudes. In der Klosterringschule konnten die für den Ganztagsbereich modernisierte Räume bezogen werden. Beim Schulentwicklungsplan liege der Fokus derzeit auf den Grundschulen. Mit ersten Teilergebnissen rechne sie im Frühjahr/Sommer, erklärte Andrea Breinlinger-Müller.

Die Entscheidung der beweglichen Ferientage im Schuljahr 2020/21 treffen die Schulleiter. Der GEB empfahl mehrheitlich längere Osterferien und sprach sich gegen eine freie Fastnachtswoche aus.

Quelle: Von Birgit Heinig Schwarzwälder-Bote 29.11.2019

Facebookmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.