Anwärter gehen in Schulen

179 neue Lehrkräfte hatten am Rottweiler Lehrerseminar ihren Start in die Ausbildung. Sie alle sind Absolventen der Pädagogischen Hochschulen und beginnen mit der schulpraktischen Ausbildung in den Schulen der gesamten Region.

179 Lehramtsanwärter sind nun vereidigt. Foto: Rajh Foto: Schwarzwälder Bote

Schwarzwald-Baar-Heuberg. Nach erfolgreichem Studium starten die 179 in der Region so dringend benötigten Junglehrer an mehr als 150 Ausbildungsschulen in den vier Landkreisen Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Konstanz in den eineinhalb Jahre dauernden Vorbereitungsdienst.

Begleitet wird dieser praktische Teil der Lehrerausbildung vom Lehrerseminar Rottweil (GWHRS). Daher wurde der neue Ausbildungskurs 2020 in feierlichem Rahmen in der Festhalle der Gymnasien Rottweils von Seminarleiterin Eva Rucktäschel vereidigt.

Neben drei Tagen praktischen Unterrichts an den Schulen sind die Lehramtsanwärter für die Verzahnung von Theorie und Praxis auch wöchentlich zwei Tage am Seminar. Dort werden sie von mehr als 60 Lehrbeauftragten dabei unterstützt, guten und zeitgemäßen Unterricht zu planen und fit für die vielfältigen und oft großen Herausforderungen des Lehrerberufs zu werden.

Das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte leistet nach eigenen Angaben nun seit 40 Jahren einen wichtigen Beitrag für die regionale Lehrerversorgung. Inzwischen bildet es sowohl für die Grundschule als auch für die nichtgymnasialen Schularten der Sekundarstufe I (Werkrealschule, Hauptschule, Realschule, Gemeinschaftsschule) aus. Damit gehört das Rottweiler Seminar zu den vier sogenannten Kombiseminaren im Land.

Das große Anliegen besteht darin, fertig ausgebildete Lehrkräfte für den anschließenden Verbleib in der Region gewinnen zu können. Der ländliche Raum leidet darunter, dass sich kaum jemand von außerhalb freiwillig um eine Stelle an einer der hiesigen Schule bewirbt. Zu sehr locken die Universitätsstädte und die Metropolregionen.

Die dauerhaft hohe Qualität der Ausbildung hat aber schon manch junge Lehrkraft dazu bewogen, sich nach anfänglichem Zweifel hier niederzulassen, und die vielleicht erst auf den zweiten Blick sichtbar werdenden Vorteile des Lebens und Arbeitens in der Region zwischen Donau und Schwarzwald, Alb und Bodensee zu nutzen. Für die Schüler und ihre Familien jedenfalls ist die hohe Zahl der angehenden Lehrkräfte in Ausbildung eine sehr erfreuliche Nachricht.

Quelle: Von Schwarzwälder Bote 07.02.2020

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